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Windkraft in Eberstadt

Liebe Eberstädter Bürgerinnen und Bürger,

regelmäßig möchten wir Sie über Neuigkeiten zum Thema Windkraft auf dem Bergfeld in Hölzern informieren.

Einige waren dabei, andere haben es vielleicht erzählt bekommen: am 08.11.2017 fand eine Auftaktveranstaltung in Hölzern statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung haben wir als Vertreter des Gemeinderates mit Ihnen die Diskussion gesucht. 
Frau Gemeinderätin Schulz-Burgmaier, Frau Gemeinderätin Trunk und Herr Gemeinderat Kästle haben ihre Sichtweisen offen mit den Bürgern diskutiert. Ca. 2/3 der Teilnehmer kamen aus Hölzern, ca. 1/3 aus Eberstadt, einige wenige Teilnehmer kamen von außerhalb.

In einer offenen Atmosphäre wurden viele Themen aufgegriffen, so äußerten einige Bürger Bedenken hinsichtlich möglicher Belastungen von Schall- und Infraschall und bezweifelten die Wirtschaftlichkeit des vorgesehenen Standortes, andere Bürger sprachen sich klar für Anlagen in Hölzern aus, denn „man wolle seinen Beitrag zur Energiewende leisten und sich auf den Weg machen zu einer „energieautonomen“ Gemeinde“. Des Weiteren wurde klar geäußert, dass die Bürgerschaft von Eberstadt und insbesondere aus Hölzern finanziell von der Windkraft profitieren müssen.
 
Für uns als Gemeinderat war diese Auftaktveranstaltung, wie die offene Diskussion, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entscheidung über eine Verpachtung des Bergfeldes, für den Bau von Windkraftanlagen. Aus der Veranstaltung nehmen wir folgende wichtige Fragen und Themen mit:

Rentabilität und Wirtschaftlichkeit:

  • Wirtschaftlichkeit der Anlagen: Lassen sich die Anlagen rentabel betreiben? Weht genug Wind? Wie viel Anlagen mit welcher Höhe müssen gebaut werden, damit der Windparkt wirtschaftlich ist?
  • Finanzielle Beteiligung der Bürger: Welche Möglichkeiten gibt es (genossenschaftliche Betreibermodelle, Bürgerwindpark etc.)?
  • Welche Möglichkeiten gibt es den Ortsteil Hölzern im Besonderen profitieren zu lassen? Kann ein Teil der Pachteinnahmen für Projekte in Hölzern aufgewendet werden?

Abstände und gesundheitliche Auswirkungen:

  • Welchen Abstand werden die Anlagen zur wohnlichen Bebauung haben?
  • Gibt es gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier, insbesondere vom erzeugten Infraschall?

Landschaftsbild und Hörschall:

  • Gibt es die Möglichkeit, eine fotorealistische Visualisierung der geplanten Anlagen zu erstellen, um eine Vorstellung von den landschaftlichen Auswirkungen zu bekommen?
  • Welche Lärmbelastung geht von den Anlagen aus? Wie wirkt sich dabei die Tallage des Ortsteiles Hölzern aus?

Natur- und Artenschutz:

  • Spricht aus Sicht des Natur- und Artenschutzes etwas gegen die Anlagen?
  • Durch die Konzentrationszone auf dem Bergfeld geht ein Wildkorridor. Wird der Wildwechsel durch die Anlagen behindert oder eingeschränkt?

Wald und Zuwegung

  • Die Konzentrationszone Bergfeld besteht zum Teil aus Waldfläche. Wieviel Waldfläche müsste für den Bau der Anlagen gerodet werden?
  • Über welche Straßen und Routen werden die Bauteile transportiert? Reichen die bestehenden Wege aus oder müssen sie vergrößert werden?




 

Wie geht es jetzt weiter?
Alle oben genannten Fragestellungen sind für den Dialogprozess in Eberstadt wichtig. Von den Teilnehmern der Auftaktaktveranstaltung wurde rückgemeldet, dass der thematische Schwerpunkt auf Hörschall, Infraschall und Gesundheit sowie Wirtschaftlichkeit und Rentabilität liegen soll.
Daher planen wir eine weitere Veranstaltung im Format eines Infomarktes im Mai 2018, auf der Experten die oben genannten Fragen und Themen bestmöglich beantworten werden.

Bereits im März oder April 2018 werden wir eine gemeinsame Besichtigungsfahrt für alle interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem vergleichbaren Windpark in der Nähe (voraussichtlich Löwenstein) anbieten. Zu dieser Besichtigungsfahrt wird uns ein Akustiker begleiten, der auch Schall und Infraschall in verschiedenen Entfernungen mit uns messen wird.

Über das genaue Datum zur Besichtigung mit weiteren Informationen werden wir an dieser Stelle informieren.
Bei allen Aktivitäten werden wir weiter vom Landesprogramm dem Forum Energiedialog (FED) unterstützt.

Sie werden also bald wieder von uns hören!


Ihre Gemeinderäte und Ihr Bürgermeister


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