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Windkraft: BI und Kommunen im Gespräch

Erstelldatum20.11.2025

Bürgerinitiative und Kommunen im Gespräch

Die eigenen Positionen darstellen und über das Thema Windkraft ins Gespräch kommen: Das war das Ziel eines Austausches zwischen den Vertretern der Bürgerinitiative „Unser Wald soll bleiben“ und den Kommunen Neckarsulm, Erlenbach, Neuenstadt, Eberstadt und Langenbrettach. In diesen fünf Kommunen sollen insgesamt zwölf Windkraftanlagen entstehen. Die Bürgermeister hatten zu diesem Gesprächsformat im Erlenbacher Rathaus eingeladen. „Auch wenn wir unterschiedliche Positionen haben, ist uns der Austausch mit Ihnen wichtig“, sagte Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig am Dienstagabend (18. November) in Richtung Bürgerinitiative.

Die Planungen für die Windkraftanlagen laufen seit geraumer Zeit.. Im Vorfeld gab es bereits mehrere öffentliche Informationsveranstaltungen. Die Vertreter der BI wiesen im Gespräch mit den Bürgermeistern darauf hin, dass aus ihrer Sicht gesunde Wälder irreversibel geschädigt würden. Die Wirtschaftlichkeit der Anlagen sei nicht gegeben, Hauptprofiteure seien die Energiekonzerne. Die Windräder beeinträchtigten Gesundheit und Lebensqualität von Menschen und Tieren. Die Bürgerinitiative appellierte an die Kommunen, die Anlagen abzulehnen und den Windvorrangflächen in der Regionalverbandsversammlung am 5. Dezember nicht zuzustimmen.

Oberbürgermeister Hertwig räumte ein, dass die Anlagen im  Landschaftsbild deutlich sichtbar sind.  Die Kommunen seien aber auch an Recht und Gesetz gebunden. So schreibt das Land im Klimaschutz- und Klimawandel-Anpassungsgesetz vor, dass jede Region Vorranggebiete für Windenergieanlagen ausweisen muss.  Würden die Kommunen darauf verzichten,  hätten sie keine Steuerungsmöglichkeiten mehr. Dann könnten Windkraftanlagen als baurechtlich privilegierte Vorhaben grundsätzlich an jedem beliebigen Standort im Außenbereich errichtet werden.  

„Wir machen hier eine Minimalplanung, um weitere Windräder zu verhindern“, ergänzte Erlenbachs Bürgermeister Uwe Mosthaf. Sein Kollege Andreas Konrad aus Neuenstadt verwies auf Bürgerenergiegenossenschaften, an denen sich die Menschen in der Region beteiligen können.

Die Beteiligten würdigten den intensiven Austausch und das Gesprächsformat an sich. Es wird geprüft, ob es fortgeführt werden kann.