Laichsaison der Amphibien Helfende Hände für kleine Wanderer gesucht
Erstelldatum16.02.2026
Jedes Frühjahr von Februar bis April treten Erdkröte, Feuersalamander und Co. zu Tausenden die Reise zu ihren Laichgewässern an. Das immer dichter werdende Straßennetz sowie die hohe Verkehrsdichte erschweren ihnen jedoch die Wanderung. Viele Tiere sterben an der Straße und sorgen für einen dramatischen Rückgang der Populationen. Aus diesem Grund bedarf die Natur unserer Hilfe, um den Fortbestand dieser geschützten Arten nicht zu gefährden.
Helfende Hände für kleine Wanderer gesucht
Zum Schutz der Amphibien braucht es viele freiwillige Helfer, die sich am Auf- und Abbau der Fangzäune und am Sammeln der Tiere beteiligen. Da Amphibien dämmerungs- und nachtaktiv sind, werden die Wanderstrecken in den frühen Morgen- und späten Abendstunden kontrolliert, die Amphibien an den Fangzäunen aufgelesen und über die Straße gebracht.
Vorkenntnisse benötigen neue Helfer nicht. Eine Einweisung erfolgt durch die erfahrenen Amphibienretter. Für die Aktion an den Straßen muss aus Sicherheitsgründen eine Warnweste getragen werden. Des Weiteren sind Taschen- oder Stirnlampen sowie wasserdichte Kleidung nötig, denn bei Regen sind die Amphibien besonders gern unterwegs.
Wer bei der Amphibienschutzaktion mithelfen möchte, kann sich gerne per E-Mail an Naturschutz(@)landratsamt-heilbronn.de wenden.
Amphibienwanderung gestartet Kröte, Molch und Co. sind wieder im Landkreis unterwegs
Amphibienwanderung gestartet
Kröte, Molch und Co. sind wieder im Landkreis unterwegs
Sobald im Spätwinter die erste milde Witterung einsetzt, erwachen Kröten, Frösche, Unken und Molche. Regnerisches Wetter und Nachttemperaturen über 4 Grad Celsius lösen das Wanderverhalten zu ihren Laichgewässern aus. Dabei müssen die Tiere vielerorts Straßen und Wege überqueren, was für viele von ihnen leider tödlich endet. Um die Amphibien zu schützen und das Überleben von Lebensgemeinschaften zu sichern, werden von Februar bis April an bekannten Wanderkorridoren im Landkreis Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Sperrungen mit örtlichen Umleitungen eingerichtet.
Geschwindigkeitsbeschränkungen und Sperrungen
Die Einhaltung der Verkehrsbeschränkungen ist sehr wichtig, da die Amphibien bereits durch die Druckwelle getötet werden, wenn ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von mehr als 30 km/h vorbeifährt.
An Strecken ohne stationäre Leiteinrichtungen sind vor allem in den Abendstunden ehrenamtliche Amphibienschutzhelfer unterwegs. Verkehrsteilnehmer werden daher um Rücksichtnahme gebeten, um sich und andere nicht zu gefährden. Im gesamten Landkreis werden in diesem Jahr verstärkt Geschwindigkeitskontrollen an den Strecken durchgeführt.
Amphibienschutzstrecken auf der Homepage des Kreises abrufbar
Das Landratsamt Heilbronn stellt auf seiner Homepage unter „Aktuelles“ zeitnah eine Übersicht zur Verfügung, in der tabellarisch die Strecken mit bekannten Wanderungen aufgelistet sind. Zu jeder Strecke gibt es Informationen zur verkehrsrechtlichen Beschränkung. Kurzfristig sind aber auch an anderen Strecken Sperrungen oder Geschwindigkeitsbeschrän-kungen möglich.

