Haushalt genehmigt: Gemeinde bleibt handlungsfähig
Erstelldatum12.05.2026
Gemeinde investiert weiter in Betreuung, Feuerwehr und Infrastruktur – Finanzlage bleibt angespannt Das Landratsamt Heilbronn hat die Haushaltssatzung der Gemeinde Eberstadt für das Jahr 2026 genehmigt. Damit kann die Gemeinde die im Haushalt vorgesehenen Maßnahmen weiter angehen. Die Finanzlage bleibt dennoch angespannt:
Haushalt genehmigt: Gemeinde bleibt handlungsfähig
Gemeinde investiert weiter in Betreuung, Feuerwehr und Infrastruktur – Finanzlage bleibt angespannt
Das Landratsamt Heilbronn hat die Haushaltssatzung der Gemeinde Eberstadt für das Jahr 2026 genehmigt. Damit kann die Gemeinde die im Haushalt vorgesehenen Maßnahmen weiter angehen. Die Finanzlage bleibt dennoch angespannt: Im Ergebnishaushalt steht für 2026 ein Minus von 581.500 Euro. Gleichzeitig investiert die Gemeinde weiter in wichtige Aufgaben, unter anderem in den Ausbau des Betreuungsangebots an der Grundschule, den Umbau der Gewerbehalle zur Feuerwehr und die Ortskernsanierungsmaßnamen mit der Städtebauförderung. Der Haushalt zeigt damit beides: Eberstadt bleibt handlungsfähig, muss seine Investitionen in den kommenden Jahren aber weiterhin -wie bisher- immer sorgfältig priorisieren. Auch dank guter Fördergeld-Quote können wichtige Maßnahmen vollzogen werden.
Was hat das Landratsamt entschieden?
Mit der Genehmigung kann die Gemeinde auf Grundlage des beschlossenen Haushalts wirtschaften. Genehmigt wurde auch die im Haushalt vorgesehene Kreditaufnahme von 810.000 Euro. Der Höchstbetrag der Kassenkredite liegt bei zwei Millionen Euro und bedarf keiner Genehmigung der Rechtsaufsichtsbehörde. (Ein Kassenkredit ist nach § 89 Abs. 3 der Gemeindeordnung erst genehmigungspflichtig, wenn er ein Fünftel der im Ergebnishaushalt veranschlagten ordentlichen Aufwendungen übersteigt.)
Wie ist die Finanzlage der Gemeinde Eberstadt?
Die Finanzlage bleibt angespannt, wie bei fast allen Städten und Gemeinden derzeit. Im Ergebnishaushalt stehen für 2026 ordentliche Erträge von 9,8 Millionen Euro ordentlichen Aufwendungen von 10,3 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein ordentliches Ergebnis von minus 581.500 Euro.
Vereinfacht gesagt: Die laufenden Erträge reichen nicht aus, um alle Aufwendungen des Jahres vollständig zu decken. Dazu gehören im neuen kommunalen Haushaltsrecht auch Abschreibungen, also der rechnerische Werteverzehr von Gebäuden, Straßen, Fahrzeugen und anderen Vermögenswerten der Gemeinde.
Warum bleibt die Gemeinde trotzdem handlungsfähig?
Trotz des negativen Ergebnishaushalts ist die Gemeinde nicht blockiert. Im Finanzhaushalt, der die tatsächlichen Einzahlungen und Auszahlungen abbildet, ergibt sich aus der laufenden Verwaltungstätigkeit ein Zahlungsmittelüberschuss von 196.000 Euro. Die Gemeinde erwirtschaftet also im laufenden Zahlungsbereich weiterhin Mittel, die für Investitionen eingesetzt werden können.
Zudem ist der Haushalt genehmigt. Das schafft die rechtliche Grundlage, um die laufenden Aufgaben zu erfüllen und die geplanten Investitionen anzugehen.
Worin investiert Eberstadt 2026?
Die Gemeinde setzt auch 2026 mehrere größere Vorhaben fort oder bereitet sie vor. Im Investitionsprogramm sind für das Jahr 2026 insgesamt 4.,3 Millionen Euro vorgesehen. Der größte Betrag entfällt auf den Ausbau des Betreuungsangebots an der Grundschule. Dafür sind 1,9 Millionen Euro eingeplant. Damit reagiert die Gemeinde auf den Bedarf an Betreuungsplätzen und die Anforderungen an den Ganztagsausbau.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umbau einer Gewerbehalle zur Feuerwehr. Für dieses Projekt sind 2026 zunächst 500.000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen Mittel für bewegliche Sachen der Feuerwehr und für ein Löschwasserbecken. Damit bleibt die Ausstattung der Feuerwehr ein wichtiger Teil der Investitionsplanung.
Auch die Ortskernsanierung nimmt weiter Raum ein. Für Grunderwerb sind 160.000 Euro, für Sanierungsmaßnahmen 530.000 Euro eingeplant. Weitere 100.000 Euro sind für die Sanierung des Rathauses vorgesehen. Außerdem enthält der Haushalt 215.000 Euro für die Erstellung einer Nahwärmeleitung.
Weitere Investitionen betreffen die Infrastruktur im Alltag: 100.000 Euro sind für barrierefreie Bushaltestellen vorgesehen, jeweils 50.000 Euro für den Ausbau von Gemeindestraßen und Feldwegen. Für Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind 70.000 Euro eingeplant. Auch die Alte Schule Lennach ist mit Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 100.000 Euro im Investitionsprogramm enthalten.
Wie werden die Investitionen finanziert?
Den geplanten Auszahlungen aus Investitionstätigkeit von 4,4 Millionen Euro stehen Einzahlungen aus Investitionstätigkeit von 1,6 Millionen Euro gegenüber. Dazu gehören vor allem Zuschüsse.
Der übrige Finanzierungsbedarf wird über vorhandene Liquidität und über die genehmigte Kreditaufnahme abgedeckt. Nach der Planung verringert sich der Finanzierungsmittelbestand 2026 um 1,9 Millionen Euro. Zum Jahresende 2026 werden bei Umsetzung aller geplanten Projekte voraussichtlich noch 198.381 Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung stehen. Für Maßnahmen werden/wurden entsprechende Fördergelder beantragt.
Das Sondervermögen, welche der Gemeinde zugesagt wurde steht auch noch aus.
Was sagt das Landratsamt weiter?
Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Gemeinde im gesamten Finanzplanungszeitraum negative ordentliche Ergebnisse plant. Für die Jahre 2027 bis 2029 geht die Planung von Ergebnissen von minus 650.650 Euro, minus 926.300 Euro und minus 902.900 Euro aus. Der Schuldenstand im Kämmereihaushalt beträgt Ende 2026 voraussichtlich 2,4 Millionen Euro.
Was bedeutet das für die nächsten Jahre?
Die Gemeinde kann wichtige Projekte umsetzen, muss aber -wie bisher- immer sorgfältig priorisieren. Größere Vorhaben werden auf Notwendigkeit, Finanzierbarkeit, Folgekosten und mögliche Zuschüsse geprüft. Für Eberstadt heißt das: Pflichtaufgaben müssen verlässlich erfüllt, wichtige Investitionen sorgfältig und mit Besonnenheit angedacht und finanzielle Spielräume eng begleitet werden.
In stürmischen Zeiten wollen wir weiterhin innehalten, nicht vorschnell planen und wie o.g. genannt besonders besonnen in allen Bereichen agieren, dies ist unsere Stärke.

